Die Gertrudiskapelle und das Bonner Rheinviertel

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Seit den Ausgrabungen und dem Bau der Rheinlogen an der Oper in der Bonner Rheingasse ist die Gertrudiskapelle in aller Munde. Das ist nicht zuletzt auch dem Künstler Curt Delander zu verdanken, der in mühevoller Kleinarbeit zahlreiche Fundstücke aus dem zerstörten Rheinviertel bergen konnte, um damit eine Ausstellung zur Altstadt im Frauenmuseum aufzubauen.

Kuhl und Rheinviertel wurden am 18.10.44 zerstört – doch gerade das Rheinviertel war nicht so zerstört, dass ein Wiederaufbau durchaus möglich gewesen wäre. Was bleibt, sind Erinnerungen, und so beschäftigt sich dieser Film ausführlich mit dem Rheinviertel, der Gertrudiskapelle und den Grabungen. Dazu kommen umfangreiche Recherchen rund um die Stadtpatronin der Bonner Altstadt, die heilige Gertrudis.

Gehen wir im Film auf Spurensuche: Wer war diese heilige Gertrudis und was hat es mit den 3 Gertrudiskapellen – die älteste ist über 1000 Jahre alt!!! – auf sich? Um diese Frage zu ergründen, erfolgten auch Filmaufnahmen in der Gertrudisstadt Wattenscheid, in der Eifel, in den Niederlanden und in Belgien, wo Gertrudis jährlich in einer gigantischen Flur-Prozession verehrt wird. Und auch die Frage, warum man Gertrudis in Darstellungen oft mit einer Maus oder einem Spaten sieht, wird geklärt.

Natürlich geht es in diesem Film auch um das frühere Rheinviertel mit seinen schmalen Gassen und der mittelalterlichen Stadtmauer mit den Stadttoren zum Rhein. Anhand von alten Fotos, der gemachten Grabungsfunde und Erläuterungen, etwa durch den Grabungsleiter White, den Stadtkonservator Talbot, ehemaliger Bewohner und natürlich Curt Delander entsteht ein facettenreiches Bild dieses alten Bonner Stadtviertels und der wertvollen Gertrudiskapelle – von den Bonnern früher liebevoll “Giergassen-Dom” genannt.

ISBN 978-3936-253-80-1

Laufzeit: 63 min

15,90 EURO